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> start > arbeiten > 6 qm |
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Anlass für die Installation des Künstlers ist die offizielle Haltung Deutschlands zum so genannten Asylproblem. Durch Gesetzesänderungen in den letzten Jahren wurde hier das Aufnahmeverfahren für Asylsuchende erheblich erschwert und die Chancen für einen positiven Bescheid damit stark vermindert. Ohne Aufenthaltsgenehmigung jedoch hausen die Betroffenen in Deutschland bekanntermaßen in menschenunwürdigen Verhältnissen. 6 qm ist der gesetzlich vorgeschriebene Mindestwohnraum für Asylsuchende. Oft wird dieser Raum von Rigipswänden in provisorisch errichteten Unterkünften umgrenzt. So auch in „6 qm“ von Marcus Kiel. Die Arbeit vermittelt demjenigen, der sie betritt, einen Eindruck von Enge und Bedrängung, wie er den Bewohnern derartiger Behausungen nicht fremd sein dürfte. Im Bild umfangen diese den Innenraum der Skulptur in einem nachdenklich gestimmten Zug. Das Motiv an den Innenwänden von 6 qm wurde in verschiedenen Zeitungen veröffentlicht und zeigt Asylsuchende, die auf eine Bearbeitung ihrer Anträge warten. Die Skepsis in den Gesichtern erscheint mit Blick auf die ihnen entgegengebrachte „Hilfe“, stellvertretend in der Arbeit „6 qm“ von Marcus Kiel sichtbar gemacht, nur allzu verständlich. Kai Brückner |
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